Erstflug Parkzone FW-190 am 24. Juli 2013

Eigentlich hätte ich ja nur einen Meter rote Oracover-Folie und einen Propeller wirklich gebraucht, aber dafür lohnt es sich ja kaum nach Rupperswil zu fahren. So kam es dann, dass ich von meinem Abstecher zu unserem Hauslieferanten gleich mit der neuen Parkzone FW-190 nach Hause kam...

Ein Tag nach dem Kauf ging der Vogel dann bereits in die Luft - unverkennbar Parkzone in jeglicher Hinsicht.

Die Focke-Wulf FW-190 von Parkzone reiht sich nahtlos in die Serie der beliebten Warbirds ein. Mit gut einem Meter Spannweite ist sie kofferraumtauglich ohne Demontage, die 3S 2200mAh Akkus von meiner Corsair konnte ich weiter verwenden. "Gebaut" ist der Flieger innert kürzester Zeit, am meisten Zeit wird wohl das "Weathering" mit der Airbrush in Anspruch nehmen, aber das kommt erst noch. So ging es schon am Tag nach dem Kauf zum Erstflug.

Den Originalpropeller liess ich gleich zu Beginn links liegen. Der Antriebsstrang ab Werk ist wie bei allen Parkzone Warbirds solide aber etwas konservativ. Stattdessen montierte ich eine APC-E 10x10 Latte, die mehr Speed versprach. Der Strom im Stand ist mit gemessenen 34A gerade noch innerhalb der Spezifikation für den Spitzenstrom des Reglers, Vollgaspiloten sollten aber wohl etwas zurückhaltender ausstatten. 

Auf das optionale Einziehfahrwerk habe ich vorerst verzichtet. Trotzdem wollte ich gleich beim ersten Flug die Eigenschaften mit Rädern testen. Das Verdikt ist gemischt: Auf unserer Graspiste irgendwo zwischen nutzlos und schädlich. Im Gegensatz zur Spitfire, die kaum ab Gras ohne Kopfstand in die Luft zu kriegen ist, ist das Pistenhandling der FW-190 einigermassen unproblematisch. Die Radabdeckung verheddert sich aber schon bei leicht unsafter Landung gnadenlos im Gras - Purzelbaum folgt sofort. Die Räder wanderten also umgehend in die Kiste. Nutzlos sind sie auf jeden Fall - Handstart und Bauchlandung ohne Fahrwerk erwiesen sich ab dem zweiten Flug als völlig problemlos, ausserdem spart man Gewicht (Einziehfahrwerk) oder deutlich spürbarer Luftwiderstand (fixes Fahrwerk). Ich jedenfalls spare mir die ca. 100.- für das elektrische Fahrwerk, auch wenn's irgendwie cool wäre...

Aber wie fliegt sie denn nun? Genau wie man es von einem Parkzone Warbird erwartet: Absolut problemlos. Ein paar Clicks Trimmung waren notwendig, dann flog der Vogel absolut stabil und ohne jegliche Macken. Der Schwerpunkt passt sofort. Das Abrissverhalten ist harmlos, der Vogel kann ausgehungert werden oder auch in engsten Kurven voll gezogen werden, ohne dass er unerwartet über den Flügel abkippen würde. Bei den Querrudern mag ich etwas mehr Ausschlag, sonst passte alles aus der Schachtel. Mit der 10x10er Latte sind 6 Minuten Flugzeit mit viel Spassfaktor zu machen, Kunstflug ohne hohe Anforderungen an die Präzision ist unbeschränkt drin, für "unendlich senkrecht" ist die Abstimmung so aber nicht gemacht.

Fazit: Wieder ein Volltreffer von Parkzone. Wem die FW-190 gefällt, wird seine Freude an dem Flieger haben!