Sturmferien in Raron
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- Erstellt: Samstag, 18. Oktober 2014 20:45
- Geschrieben von Martin Näf
Neben den traditionellen Herrenferien hat sich inzwischen eingebürgert, dass ein paar ganz angefressene Vereinsmitglieder auch im Herbst jeweils für eine Woche in den Fliegerurlaub fahren. Bisher war das jeweils mit einer längeren Fahrt nach Österreich verbunden, doch dieses Jahr verschlug es uns auf Anregung von Adi ins Wallis nach Raron.
An diese Stelle gehört zuerst ein ganz grosses Dankeschön an unsere Gastgeber der Modellfluggruppe Raron, im speziellen an Rainer Willisch, der sich für uns mächtig ins Zeug gelegt hat und dessen Partnerin Simone Witschard, die sich herzlichst um unsere Damen gekümmert hat. Die Kollegen aus dem Wallis haben ganz massgeblich dazu beigetragen, dass uns die Woche trotz zweifelhaftem Wetterglück in ganz toller Erinnerung bleiben wird!
Die MSVS Delegation bestand aus Adi und Karin, Didi und Fränzi, Rolli und Jim, René, Walti und für einen Teil der Woche noch Yves und Martin (Näf). Bis auf Martin waren alle im Rarnerhof einquartiert, wo wir auch jeweils das Essen und die Gastfreundschaft von Corinne und JJ Barman geniessen durften. Bereits nach der Ankuft am Samstag lernten wir die Kollegen aus Raron beim Schleppen und am Abend beim internen Grilltag kennen. Beeindruckend war dort vor allem das vorbildliche Zusammenleben der Modellflieger mit der manntragenden Motorfliegerei auf dem Flugplatz - es ist schon ein spezielles Gefühl, auf einem "richtigen" Flugplatz zu fliegen. Dass wir die Flieger über Nacht im Hangar stehen lassen konnten, war ein netter Bonus!
Nach dem erstklassigen Wochenende zeigt sich dann allerdings das Wallis von der weniger angenehmen Seite: Föhn! Bei uns auf der Alpennordseite bedeutet das jeweils mildes Sommerwetter, im Wallis vor allem Wind, und zwar reichlich! An Segelschlepp war danach kaum mehr zu denken, und die meisten Piloten beschränkten sich auf die robusten Schaumwaffeln. Immerhin waren kaum Turbulenzen auf dem Platz zu vermelden, so dass die Helikopterlandungen auch ohne übermässig robustem Nervenkostum zu schaffen waren.
Spannend war am Donnerstag ein Auflug auf dem Gebidempass. Zwar muss man sich den Aufstieg zu Fuss mit gut 2km Distanz und 200m Höhe etwas verdienen, oben erwartet die Piloten aber ein absolut traumhaftes Fluggebiet in den Bergen. Wenn denn nicht wieder dieser Wind gewesen wäre... Oben bliess es dermassen heftig, dass wir die Flieger beim Start kaum halten konnten. Wer nichts robustes dabei hatte, blieb auf dem Boden. In der Luft war es dann allerdings ein ganz grosser Spass: Perfekter Hangwind, absolut laminar. Viel über 10 Minuten hielt es allerdings keiner pro Flug aus, danach mussten trotz Sonnenschein erst wieder die Finger aufgewärmt werden. So machten wir uns dann auch ziemlich bald wieder auf den Heimweg...
Am Freitag war das Wetter dann wieder auf der zweifelhaften Seite, so dass ein Wellness-Nachmittag in Leukerbad die attraktivere Option darstellte. Martin und Walti nutzen den Nachmittag für eine stressfreie Rückreise... Ich hoffe auf ein baldiges Wiedersehen!
Ein paar Eindrücke sind wie üblich in unserer Fotogallerie zu sehen, danke auch an Didi und Yves für die Bilder unten.