Gebirgsausflug Gebidem Pass
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- Erstellt: Sonntag, 06. August 2017 19:27
- Geschrieben von Martin Näf
Im Oktober 2014 waren wir bereits einmal auf dem Gebidem Pass oberhalb von Visperterminen im Wallis zum Fliegen. Bedingt durch die klirrende Kälte und Starkwind war das damals ein kurzes Vergnügen, aber dass man auch bei stärkstem Wind auf dem Berg problemlos landen kann, war Motivation genug, es noch einmal zu versuchen!
Der Aufstieg zum Pass fordert zuerst einmal die sportliche Einstellung, bepackt mit Flieger im Rucksack dauert er ca. 45 Minuten. Das konnte aber Walti Clemens, Adi Eggenberger, Martin Näf und Michael Orschel nicht bremsen. Zusammen mit drei Kollegen der Hotwings machten sie sich am Freitag Morgen auf den Weg.
Kurz nach dem Mittag hatten wir es geschafft - die Flieger waren oben, die Piloten mit Sandwiches verpflegt. Wind hatte es auch dieses Mal, dafür waren die Temperaturen angenehm. Also Flieger raus und vor der grandiosen Bergkulisse rumkurven! Am Hang konnte jederzeit sicher gesegelt werden, etwas weiter draussen waren aber auch thermische Aufwinde zu finden. Die Vorsichtigen unter uns hatten Elektrosegler dabei, das wäre aber eigentlich gar nicht nötig gewesen, am Abend brachten alle praktisch volle Akkus wieder ins Tal und hatten etliche Flugstunden gebucht.
Beim Abendessen im Heida-Dorf Visperterminen konnten wir dann das wohlverdiente Bierchen und natürlich den lokalen Wein geniessen, die Energiespeicher wurden mit erstklassigem Essen gefüllt.
Auch am Samstag wollten wir es wieder wissen. Die 45 Minuten Aufstieg nahmen wir gelassen in Kauf, schliesslich ging es ja bereits einmal problemlos hoch. Der Wind hatte gekehrt, also war der andere Hang an der Reihe. Auch dort konnten wir wieder etliche Stunden fliegen, bevor aufziehende Gewitter ab dem späteren Nachmittag zur Rückkehr animierten. Wir kamen trockenen Fusses runter, feierten den Abschied mit den Kollegen noch in der Beiz und waren dann rechtzeitig vor dem Regen unterwegs.
Zugegeben, es ist schon angenehm, wenn man wie in Vella direkt mit dem Auto an den Startplatz fahren kann. Das Fliegen am Gebidem ist aber eine Klasse für sich, das Landen egal woher der Wind kommt selbst mit grossen Fliegern absolut entspannt. Ein Highlight war auch die gelebte Kameradschaft mit den Kollegen der Hotwings. Vielen Dank an Paul für die Organisation, und auch an Markus und Ueli für die tolle Zeit - wir treffen uns bestimmt wieder einmal zum gemeinsamen Gebirgsfliegen!