Dä Bänke
- Details
- Erstellt: Freitag, 29. November 2019 14:56
- Geschrieben von Hanspeter Tobler
Der Benken findet immer im ersten Wochenende des Novembers statt, ausser es regnet. Ich kann euch jetzt schon sagen wie es aussieht, es ist neblig max.5 Grad warm und es windet. Auch frage ich mich jedes Jahr warum tue ich mir das an von 0900 bis ca. 1600 auf diesem Gelände bei 2.5 Grad auf dem Benkerjoch zu verbringen. Natürlich ist es die Kameradschaft von den MSV Mitglieder Jörg und Rolli die mich jedes Mal fragen,» chunsch mit «? Natürlich ist es auch die Bratwurst die Hans grilliert, die Organisation von Andre Hostettler und Reto Bucher der den Anlass durchführt. Und trotzdem jedes Jahr dasselbe, «sölli mit«?
Um 0730 fahre ich ab, hole Rolli und Jörg ab. Der Aufstieg ist mühsam, der kleine Hügel der praktisch einen Aufstieg von 45 Grad hat. Total erschöpft kommen wir oben an, wir haben jetzt warm für die nächsten 30 Minuten, dann zieht der Wind um die Ecke, wir suchen Schutz im Zelt, der Wind und die Kälte findet uns trotzdem.
Wir müssen noch warten zu viel Nebel wie schon seit Jahren, warum beginnen wir nicht erst um Mittag ? Der Hunger meldet sich , am warmen Grill wärmen wir uns auf, die Bratwurst oder Steak oder beides tut gut.
Der Nebel lockert sich, die Sonne scheint rein, nur um nachzusehen wo noch kein Nebel liegt. 5 Minuten , wieder dichter Nebel, es ist schon 13:00 Uhr der Wettbewerb muss beginnen sonst werde wir bis zum Eindunkeln nicht fertig. Der Modus vom Benken wird geändert es ist zu neblig für den Wettbewerb nach Reglement. Der Landepunkt wird neu gesetzt. Er ist ca. 40m vom Startpunkt entfernt.
Eigentlich gleicht der Wettbewerb jetzt einem Wurftest, nur das Gelände ist abschüssig, kein Zeitlimit. Die Distanz schlecht zu schätzen wegen dem Nebel der den Landepunkt schlecht sichtbar macht. Die Chilli’s und Snipes überschiessen das Ziel, der Easyglider kommt erst gar nicht an, es braucht Fingerspitzengefühl.
Da ich nicht in der ersten Gruppe bin, habe ich Zeit mir das Feld von verschiedenen Seiten anzuschauen, mir wird schnell klar, die Distanz wird zu weit weg geschätzt, viele überschiessen das Ziel, einige versuchen es einzukreisen, schaffen es trotzdem nicht oder nur schlecht. Man muss also landen, wenn das Ziel noch zu weit weg scheint, so mache ich es, meine Devise.
Mutig, viel zu früh lande ich, 43cm neben dem Mittelpunkt, ich juble innerlich, den zweiten und dritten Durchgang genau gleiche Strategie, zu früh landen, auch die anderen Piloten merken schnell das zu früh landen die Lösung ist, einige stecken die Flieger Senkrecht in den weichen Boden.
Trotzdem habe ich ein gutes Gefühl und schätze mich max. Rang fünf von ca. 30 Teilnehmer. Von der Aufregung friere ich inzwischen gar nicht mehr, das gute Gefühl durchströmt meinen Körper und wärmt mich. In der Zwischenzeit ist der HUKI 80 Raupenkipper den Berg hochgekrochen und bringt die Preise, was erwartet mich für 10.- Startgebühr ? Epoxyharz oder Sekundenkleber mit Akivator, für das hat es immer gereicht ;-)
Und bei dieser Ranglistenverlesung ist es so, das bei Rang 1 begonnen wird, da der Reihenfolge nach, die Preise ausgesucht werden können. Nach Danksagung an all die vielen Sponsoren verliest Reto Bucher die Rangliste.
Jipiaehh, erster Rang für Didier Maret vom MSVStetten.
Ich habe es geschafft, den legendären "Dä Bänke" zu gewinnen der zum 52.ten mal durchgeführt werden konnte. Und nächstes Jahr werde ich mich vielleicht wieder fragen, was mache ich hier bei dieser Kälte und Nebel?